Analog

Ein analoges elektrisches Signal kann theoretisch, im Gegensatz zu einem digitalen Signal, jeden beliebigen Wert annehmen. Am eindrücklichsten versteht man den Unterschied beim Vergleich zwischen einem analogen Messinstrument (mit Zeiger) und einem digitalen Messinstrument mit Zahlen. Die Feinheit (Auflösung) des digitalen Instruments ist von vornherein und offensichtlich durch die Schritte der darstellbaren Ziffern begrenzt.

In der Praxis werden aber auch analoge Signale (heute) meist digital erzeugt. Hierfür gibt es 2 wesentliche Gründe:

  1. die digitale Signalgenerierung erzeugt weniger Wärmeverluste und erlaubt daher kompaktere Baugruppen (zur Erzeugung) und
  2. eine rechnergesteuerte Generierung ist praktisch(!) nicht anders machbar.

Dies bedeutet aber, bei Verwendung heutiger Technologien, zumindest im Modellbahnbereich keinen betriebstechnischen Nachteil. Die sogenannte Auflösung (Feinheit der Abstufungen) ist mit modernen Komponenten so hoch, dass Abstufungen von weit unter 0,1 Volt möglich sind. Bezogen auf einen fahrenden Zug ist der daraus resultierende Geschwindigkeitsunterschied nicht wahrnehmbar.

In der Praxis werden heute auch analoge Signale (z.B. durch einen Lok-Decoder) durch Pulsweitenmodulation erzeugt. Die Güte eines solchen quasi analogen Signals kann man an der mittels Pulsweitenmodulation erzeugten Frequenz ablesen. Diese Frequenz sollte bei 20 kHz oder höher liegen. Dadurch wird sichergestellt, dass das erzeugte Signal durch das menschliche Ohr nicht hörbar ist (kein Pfeifen) und auch spezielle Motoren (Faulhaber-Motor) keinen Schaden nehmen.

Analoge Signale können zusätzlich die Form einer Gleichspannung (konstante Spannungshöhe) oder die Form einer Wechselspannung (genau Sinusform) mit alternierender Spannungshöhe annehmen. Bedingt durch das Haushaltsstromnetz liegen die Frequenzen der Sinus-Wechselspannung bei 50 oder 60 Hz.

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