Booster

Klassische Digital-Anlagen benötigen Booster zur Bereitstellung von zusätzlicher Leistung auf der Modellbahn. Zusätzlich benötigt jeder Booster noch einen Transformator bzw. ein Netzteil, aus dem er sich selbst und die mit dem Booster verbundenen Modellbahn-Abschnitte versorgt.

Vereinfacht kann man sich einen Booster also zunächst als Verstärker für das Digital-Signal vorstellen.

Booster erzeugen also im Allgemeinen das ausgesendete Digital-Signal nicht selbst, sondern verstärken lediglich das eine (1) durch die Digital-Zentrale erzeugte Digital-Signal.

In Verbindung mit rückmeldefähigen Decodern sind handelsübliche Booster oftmals nicht mehr so universell einsetzbar wie beim (früheren) Einsatz als reine Verstärker. Das hängt u.a. damit zusammen, dass die Rückmeldungen technisch auf unterschiedliche Weise erfolgen, zum Anderen damit, dass es sich nun um sehr viel komplexere Aufgaben handelt.
Die vielen Billig-Boostern zugrunde liegende, meist möglichst einfache weil kostengünstige, Technik macht es nicht nur schwierig, unterschiedliche Fabrikate zu mischen. Auch sollten Booster nicht quasi in Reihe geschaltet werden, sondern ihr zu verstärkendes Ausgangssignal immer direkt von derselben Zentrale beziehen.

ACHTUNG: In diesem Zusammenhang sehr kritisch zu sehen sind Booster, die einen Ausgangsstrom von deutlich über 5 Ampere bereitstellen können. Sie erfordern dann auch entsprechende Leitungsquerschnitte, was zwangsläufig dazu führt, dass auch bei Micro-Kurzschlüssen sehr hohe Ströme fließen können. Weniger ist hier mehr! Es ist also wesentlich sinnvoller, mehrere Booster mit geringeren Ausgangsströmen zu verwenden, als nur 1 Booster mit sehr hohen Strömen. Wie so oft ist das dann etwas teurer – aber Ihre Fahrzeuge werden es Ihnen danken. Sind übrigens die Leitungsquerschnitte bei solchen Extrem-Boostern nicht groß genug, dann besteht die Gefahr von Kabelbränden bei ganz »normalen« Kurzschlüssen!

Generell besteht bei reinen Leistungsverstärkern das technische Problem, dass es durch Laufzeitdifferenzen der Elektronik (schon alleine durch Bauteile-Toleranzen bedingt) beim Überfahren der (im übrigen notwendigen) elektrischen Trennstellen (Isolationen) zwischen den einzelnen Booster-Stromkreisen zu so genannten Micro-Kurzschlüssen kommen kann. Je nachdem, wie ausgeprägt diese Laufzeitdifferenzen sind und wie technisch aufwändig die Booster intern aufgebaut sind, können für sehr kurze Zeit erhebliche Ströme fließen. Die Zeiten sind so kurz, dass man diese Erscheinung im Einzelfall kaum wahrnimmt. Jedoch zeigen die stromführenden Teile (Räder, Schleifer) der Triebfahrzeuge im Laufe der Zeit eventuell erhöhten Verschleiß.


Zusatzinformation ALAN:

ALAN kennt keine Booster im eigentlichen Sinn. Jeder Baustein BRICK-M und BRICK-H stellt quasi eine eigene »Zentrale« dar, erzeugt also ein eigenes und, falls erforderlich, auch von anderen Bausteinen verschiedenes Digital-Signal. Generell synchronisiert ALAN alle erzeugten Ausgangs-Signale (sowohl pulsweitenmodulierte als auch digitale Signale), insbesondere zwischen 2 Blöcken (gemischter Betrieb) aber auch zwischen 2 und mehr Stromkreisen bei reinen Digital-Anlagen. Diese Vorgehensweise erfordert von Hause aus eine sehr hohe Präzision der generierten Signale und auch die Synchronisation zwischen den einzelnen (aber doch inhaltsgleichen) Digital-Signalen, die durch die Bausteine erzeugt werden. Diese Technologie erfordert ganz besondere, sehr präzise Verfahren.

Zudem ist es so, dass die hochmodernen Komponenten der BRICKs durch Ihren extrem geringen Innenwiderstand sehr empfindlich auf eventuelle Micro-Kurzschlüsse reagieren würden. Derart hohe Präzission kann nicht alleine durch Software-Techniken erreicht werden, sondern muss durch entsprechende Hardware unterstützt sein. Ein notwendiger Nebeneffekt dieser hochwertigen Komponenten ist, dass trotz hoher Ausgangsleistung keine Kühlkörper nötig sind (hohe Effizienz) und die Bauform damit sehr klein bleibt.

Die in ALAN eingebaute Hardware stellt generell und in jedem Falle sicher, dass ein solcher (nie gänzlich zu vermeidender) Micro-Kurzschluss immer kürzer als als 0,00001 Sekunden (<10µs) bleibt. Zudem wird der mögliche Stromfluss noch zusätzlich begrenzt.

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