Gleisbremse

Die Gleisbremse ist eine Vorrichtung auf Rangierbahnhöfen, um die Geschwindigkeit der vom Ablaufberg abrollenden Wagen zu verringern.

Die Gleisbremsen sollen ein schnelles Durchlaufen der Weichenzonen eines Rangierbahnhofs ermöglichen, ohne dass es in den Richtungsgleisen zu schädlichen Auflaufstößen oder Lücken zwischen den Wagen kommt. Die Gleisbremsen werden vom Stellwerk aus betätigt oder über Radar und Computer automatisch gesteuert. Sie werden als Talbremse direkt hinter den ersten Weichen des Ablaufberges oder als Richtungsgleisbremsen eingesetzt; bei älteren Bauformen gibt es erhebliche Geräuschentwicklung.

Arten der Gleisbremse:

  • Balken-Gleisbremse:
    parallel zu den Schienen liegende Bremsschienen (Bremsbacken), die z. B. mit Hilfe von Druckluft seitlich gegen die Radkränze gepreßt werden.
  • Gummibalkenbremse:
    durch eine Gummischiene wird den Güterwagen durch Walkarbeit Energie entzogen.
  • Dowty-Gleisbremse:
    sog. Dowty Retarder (Brems-Verzögerer) werden in kurzen Abständen in das Richtungsgleis eingebaut, und zwar einseitig an einem Schienensteg. Die Bremswirkung wird auf den Wagen dadurch erzeugt, dass der Spurkranz des Rades den Kolben des Retarders herunterdrückt und dabei Bremsarbeit geleistet wird. Diese wird mittels einer Feder und einer Ölhydraulik im Retarder verrichtet.

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