Glockenanker-Motor

Der Glockenanker-Motor hat seinen Namen von der Glockenform seiner Ankerwicklung. Es handelt sich bei diesem Motortyp um hochwertige, aber im Hinblick auf die Ansteuerung auch empfinfdliche Motoren. Glockenanker-Motoren werden nach ihrem Erfinder Dr. Faulhaber auch Faulhaber-Motoren genannt. Für den Motor wurde 1965 ein Patent erteilt. Ihm liegt als Prinzip eine eisenlose Schrägwicklung der Ankerspule zugrunde.

Als Resulat dieser Bauweise ergeben sich eine hohe Lebensdauer, eine sehr gute Laufruhe und eine vergleichsweise geringe Stromaufnahme.

Glockenanker-Motoren reagieren allerdings sehr empfindlich auf niederfrequente Wechselspannungen. Ideal ist der Betrieb mit einer echten Gleichspannung. Auch bei moderner Ansteuerung über Pulsweitenmodulation ist daher unbedingt darauf zu achten, dass die Frequenz sehr hoch gewählt wird (ab etwa 20 kHz). Für ältere Decoder ist das oft eine zu große Herausforderung und selbst bei neuen Decodern ist auf entsprechende Hersteller-Angaben zu achten. Wichtig ist auch, dass einstellbare Decoder nicht mit einer zu geringen Frequenz betrieben werden. Wird eine analoge Lok mit diesem Motor (versehentlich) mit einem Digital-Signal betrieben, dann wird der Motor sehr schnell zerstört!

Der Glockenanker-Motor ist ein Gleichstrommotor.


Zusatzinformation ALAN:

ALAN steuert analoge Züge im Gleichstrombetrieb generell mit einer pulsweitenmodulierten Spannung und Frequenzen >20 kHz an. Daher können Glockenanker-Motoren mit ALAN gefahrlos betrieben werden. Wichtig ist natürlich, dass sie auch richtig konfiguriert werden (als analoge Gleichstrom-Lokomotiven, nicht als digitale).

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