Jakobs-Drehgestell

Jakobs-Drehgestelle sind eine spezielle Bauart von Eisenbahn-Drehgestellen an Eisenbahnwagen und Triebfahrzeugen. Jakobs-Drehgestelle sind nach ihrem Entwickler Wilhelm Jakobs (1858–1942) benannt.

Die Besonderheit des Jakobs-Drehgestells ist, dass es zwei aufeinanderfolgende Fahrzeuge gleichzeitig aufnimmt.

Es befindet sich direkt unter dem Übergang zweier fest verbundener Waggons. Der Vorteil dieser Anordnung ist, dass die einzelnen Wagen bei Zügen mit Jakobs-Drehgestellen kürzer als vergleichbare Wagen der klassischen Bauart sind, da sie keinen äußeren Überhang haben. Zudem kommen Gewichtsvorteile hinzu.

Jakobs-Drehgestelle sind bei Personenwagen und Güterwagen anzutreffen, sehr oft bei Triebzügen oder Hochgeschwindigkeitszügen wie dem TGV.

Für den Modellbahner sind Modelle mit Jakobs-Drehgestellen gleich aus mehreren Gründen problematisch. Die Wagen können nicht einfach getrennt werden, was sowohl beim Betrieb (bei Unfällen oder Beschädigungen) als auch bei der Lagerung nachteilig ist. Das Auf- und Abgleisen ist relativ umständlich. Zudem verwenden die Hersteller für die Verbindung der Waggons völlig unterschiedliche, meist nur bei diesem einen Modell verwendete Kupplungen. Jakobs-Drehgestelle bestehen auch oft aus 3 Achsen, was zu Entgleisungen führen kann.

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