Krokodil

Krokodil ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine der bekanntesten Lokomotiven. Als Krokodile werden Elektro-Lokomotiven bezeichnet, die einen sehr charakteristischen, dreiteiligen Aufbau haben: 2 lange Vorbauten enthalten die Antriebsachsen (Koppelachsen) und Fahrmotoren. Dazwischen ist ein gelenkig verbundenes Mittelteil angeordnet, das den Führerstand und den Transformator enthält.

Das Krokodil gab es sowohl beim Vorbild als auch bei der Modellbahn in einer Vielzahl von Varianten. Oft werden diese Baureihen als Schweizer Krokodil bezeichnet. Dabei sind die »Ur-Krokodile« unter anderem an ihrer grünen Farbe erkennbar.

Vorbild

Die ursprüngliche Bezeichnung Krokodil geht auf die Baureihen SBB Ce 6/8II und SBB Ce 6/8III der Schweizer Bundesbahn (SBB) zurück, die für den schweren Güterzugeinsatz insbesondere auf der steilen Gotthardbahn entwickelt wurden. Um eine so große Lokomotive in den engen Kurven fahrbar zu machen, wurde der Wagenkasten in 3 Teile aufgeteilt und beweglich verbunden. Die Dreiteilung in »Schnauze«, »Körper« und »Schwanz«, die an den Gang eines Krokodils erinnernden rotierenden Bewegungen der Kuppelstangen sowie die grüne Farbe dürften hauptsächlich zur Entstehung des Spitznamens beigetragen haben.

Modell

Die »Krokodile« sind als Modellbahn-Lokomotiven überaus bekannt und beliebt. Daher gibt es Modelle des SBB-Krokodils für alle wichtigen Spuren und von vielen Herstellern. Es handelt sich dabei um Modelle der Güterzug-Elektrolokomotive der Schweizer Serie Ce 6/8, die für den schweren Güterzugeinsatz insbesondere auf der steilen Gotthardbahn entwickelt wurden.

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