MM

Abkürzung für Märklin Motorola.

MM ist ein Digital-Protokoll. Es war eines der ersten Digital-Protokolle und wurde in den frühen 1980er-Jahren erstmals in Produkten aus dem Hause Märklin eingesetzt.

Der zweite Teil des Namens rührt daher, dass das Protokoll im Kern damals noch mit integrierten Schaltkreisen (ICs) aus dem Hause Motorola erzeugt (codiert) und wieder decodiert wurde, die eigentlich für Infrarot-Fernbedienungen für TV-Geräte konzipiert waren. Die Zentralen nutzen dabei die Sender-ICs für Infrarot-Fernbedienungen, die Digital-Decoder die Empfänger-ICs für die TV-Geräte. Heute wird auch dieses Digital-Protokoll durch Micro-Controller codiert und decodiert.

Das Digital-Protokoll MM gibt es in 2 Versionen: MM I und MM II. MM I war nur einige Jahre gängig und wurde durch MM II abgelöst. Die Einstiegs-Systeme Delta nutzten nur MM I. Beide Versionen von MM basieren auf denselben Schaltkreisen für Encoder und Decoder, das technische Übertragungsverfahren selbst hat sich also nicht verändert.

Eigenschaften von MM I:
  • Max. 80 Lok-Adressen mit
  • je 1 Zusatz-Funktion F (später F0) zur Schaltung der Stirnbeleuchtung;
  • Die Fahrrichtung konnte nicht eindeutig vorgegeben, sondern nur umgeschaltet werden.
Eigenschaften von MM II:
  • Max. 80 Lok-Adressen (später teils auf 255 erweitert) mit
  • je 5 Zusatz-Funktionen F0 bis F4;
  • Die Fahrtrichtung konnte nun absolut (als vorwärts oder rückwärts) vorgegeben werden.

Das Digital-Protokoll ist nicht standardisiert, jedoch sind die zugrunde liegenden Verfahren durch die Verfübarkeit der Datenblätter der damaligen ICs gut dokumentiert. Versierte Modellbahner haben dann die modellbahnspezifischen Bestandteile analysiert und veröffentlicht.

Konventionelle Digital-Steuerungen können nur mit MM II sinnvoll umgehen, da erst hier die Fahrtrichtung klar festegelegt werden kann.

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