Oberleitung

Die Oberleitung (auch Fahrleitung) bei elektrischen Stadt- und Straßenbahnen, O-Bussen und Eisenbahnen ist eine über der Fahrbahn aufgehängte blanke Leitung, aus der die Fahrzeuge ihren Betriebsstrom entnehmen.

Als Rückleitung dienen die Fahrschienen, bei O-Bussen eine zweite, parallele Leitung. Die Stromabnehmer der Fahrzeuge sind meist als Gleitbügel mit einem Belag aus Graphit ausgeführt. Rollen an den Stromabnehmern werden kaum noch verwendet.

Die Oberleitung gewinnt beim Vorbild seit der Elektrifizierung an Bedeutung. Heute finden sich kaum noch Bahnstrecken ohne Oberleitung.

Beim Modell hingegen verliert die Oberleitung an Bedeutung. Während der rein analogen Modellbahnzeiten bis in die 1980er Jahre hinein, war sie eine der wenigen Möglichkeiten, einen Mehrzugbetrieb auf demselben Schienenkreis zu realisieren. Mit dem Einzug der Digitalisierung hat die Bedeutung stetig abgenommen. Sie ist für eine vorbildgerechte Modellbahn der neueren Epochen zwar unabdingbar, jedoch ist sie dann meist außer Funktion. Oberleitungen sind nicht nur diffizil und schwieriger aufzubauen, als die Gleise. Sie behindern auch den direkten Zugriff auf die Züge und sind daher beim Spielbetrieb hinderlich.

Steuerungstechnisch besteht heute selbst beim Analogbetrieb die Möglichkeit, mehrere Triebfahrzeuge in einem Schienenkreis unabhängig zu steuern.

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