Servoantrieb

Servoantriebe steuern bewegliche Zubehörartikel (z.B. Weichen, Form-Signale), die zwischen 2 oder mehr Betriebszuständen umgestellt werden können. Ein Servoantrieb besteht aus einer Steuerelektronik, dem Motor, einem Getriebe und einem Potentiometer zur Rückmeldung der aktuellen Position an die Steuerelektronik. Die Mechanik verstellt letztlich einen Hebel in einen bestimmten Winkel (meist zwischen 0 und 180°).

Die Bewegungsgeschwindigkeit und der Stellbereich (Anfangs- und Endwinkel) werden üblicherweise durch die externe Ansteuerelektronik festgelegt. Daher können diese Antriebe sehr exakt und sehr langsam bewegt werden, die Antriebe sind kaum hörbar und bewegen sich, bei entsprechender Ansteuerung, auch vorbildgerecht langsam.

Servoantriebe benötigen 3 Anschlussdrähte (Plus, Minus und Steuersignal). Das Steuersignal besteht aus einer Pulsweitenmodulation mit einer Frequenz von etwa 50 Hz. Der Stellwinkel zwischen rechtem Anschlag und linkem Anschlag wird (alleine) durch die Pulsbreite zwischen 0,5 und 2,5 ms festgelegt (Mittenstellung bei 1,5 ms). Es ist Aufgabe der Steuerelektronik, einen (i.A. notwendigen) von 0° und 180° abweichenden realen Endanschlag einstellen zu können und auch die Stellgeschwindigkeit durch langsamen Variieren der Pulsbreite vorbildgerecht vorzugeben.

Technisch bedingt besitzen Servoantriebe keine Endabschaltung, sondern benötigen ständig eine Stellsignal, damit sie ihre Position beibehalten.

Die aktuelle Weichenlage (Rückmeldung) kann nur indirekt (über die Ansteuerelektronik) ermittelt werden. Andernfalls sind zusätzlich elektrische Kontakte nötig.

Servoantriebe sind die komfortabelste aber auch teuerste Form der Antriebe im Modellbahnbereich.

Servoantriebe können unterflur montiert werden (sog. Unterflur-Montage).

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