Sx

Abkürzung für Selectrix. Digital-Protokoll der Firma Trix.

Selectrix war das erste kommerziell verfügbare Digital-Protokoll. Es ist ein sehr einfaches, dadurch aber auch sehr schnelles Protokoll, das bis zu 112 Adressen unterstützt. Es ist technisch garantiert, dass jeder Befehl nach erheblich weniger als 0,1 Sekunden den Empfänger erreicht. Ursache für diese Schnelligkeit ist, dass im Gegensatz zu anderen Protokollen keine Datenpakete versendet werden, sondern immer alle Informationen für alle möglichen (112) Adressen nacheinander. Über jede dieser Adressen kann entweder 1 Lokomotive oder bis zu 8 Weichen angesprochen werden.

Selectrix weist einige Merkmale auf, die es von heutigen Systemen unterscheidet. Hierzu zählen insbesondere:

  • Das Protokoll unterscheidet nicht zwischen der Übertragung an Lok-Decoder und der Übertragung an Zubehör-Decoder;
  • Selectrix sendet ständig Daten an alle 112 Adressen, nicht nur an die gerade tatsächlich aktiven Lok-Decoder;
  • Die Lok-Decoder können einen Abschnitt an einem Halt zeigenden Signal (durch angebrachte Dioden) vorbildgerecht in Abhängigkeit der Fahrtrichtung erkennen, bremsen ggf. langsam ab und beschleunigen dann auch wieder. Diese Technik ist sehr kostengünstig und erfordert keine Anfahr-/Bremsbausteine – allerdings wird dem Triebfahrzeug etwa die Hälfte der Energie entzogen, was zu Einbußen beim Fahrverhalten und der Helligkeit von Beleuchtungen führt;
  • Die einfache Gestaltung des Digital-Protokolls ermöglichte schon früh die Realisierung von Lok-Decodern mit sehr kleiner Baugröße.

Gerade der letzte Punkt beförderte den Einsatz in den kleineren Modellen der Baugrößen N und Z.

Selectrix ist eines der wenigen Protokolle, das standardisiert ist (in NEM 680 und NEM 681).

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