Überpufferung

Die Überpufferung ist eine der gefährlichsten Entgleisungsursachen beim Vorbild. Unter der sogenannten Überpufferung versteht man das Verhaken von zwei Puffertellern benachbarter Fahrzeuge, die aneinander vorbei gleiten. Dies verhindert das Zurückgehen in die »normale« Pufferstellung und führt unweigerlich zur Entgleisung eines der beiden Fahrzeuge. Dies ist also unbedingt zu verhindern.

Vorbild

Beim Vorbild werden hierzu folgende Maßnahmen getroffen:

a) Gleisseitig:
Festlegen eines kleinsten Bogenradius, bei welchem Züge ohne fahrzeugseitige Einschränkungen verkehren können. Für Nebenlinien und Industriegleise mit kleineren Bogenradien gelten einschränkende Vorschriften für die zulässigen Fahrzeug-Abmessungen sowie bezüglich des Kuppelns der Fahrzeuge (Kupplung »lang machen«) oder durch Kupplungsstangen.

b) Fahrzeugseitig:
Festlegung der Puffertellergröße in Abhängigkeit von der Fahrzeug-Geometrie. Bei notwendig großem Pufferteller wird dieser oft oben und unten beschnitten und wird so zum Rechteckpuffer.

Modell

Die allgemeinen Grundsätze des Vorbilds gelten auch für den Modellbahnbetrieb mit vorbildgetreuen UIC-Zug- und Stoßvorrichtungen.

Umsetzung auf den Modellbahnbetrieb

Die Angaben über die beim Vorbild möglichen kleinsten Bogenradien zeigen, dass bei den üblicherweise auf Modellbahnanlagen möglichen Radien kein Betrieb mit vorbildgetreu als Zugverband gekuppelten Fahrzeugen möglich ist, sondern nur mit »langgemachten Kupplungen«, wobei der kleinste mögliche Radius abhängig ist von den maßgebenden Fahrzeugabmessungen (Radstand, Drehzapfenabstand, Überhang).

Tabelle 2 in →NEM 111, Ziffer 3.2 enthält von der Fahrzeuglänge abhängige Mindestwerte.

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