Produkt 11306 BRICK-H

BRICK-H

ALAN Baustein BRICK-H stehend Artikel-Nummer 11306

Kurzinformation

Artikel-Nummer 11306
Bezeichnung BRICK-H
Kurzbeschreibung Steuer-Baustein mit hoher Leistung, wie BRICK-M, zusätzlich entweder 1x Bahnstrom H0-AC bis Spur G DC oder 2x Bahnstrom Z/N rein analog, analog AC, analog DC oder digital. Max. Dauerlast ca. 3,6A, kurzzeitig bis 5A. Auch geeignet für reinen Digitalbetrieb (früherer „Boosterstromkreis“). Einstellbare Ausgangsspannung, einstellbare Strombegrenzung, mehrere Stromsensoren.
Spurweiten Spurweite ZSpurweite NSpurweite TTSpurweite H0 (Gleichstrom)Spurweite H0 (Wechselstrom)Spurweite 0Spurweite 1Spurweite G
Analog-Betriebsarten Analog GleichstromAnalog Wechselstrom
Digital-Betriebsart DCCMM
Altershinweis ab 15 Jahre
Lieferumfang BRICK-H, Anleitung
Packungsinhalt [Stück] 1
UVP inkl. MwSt. [€] 129,99
Made in Germany
Länge der Zuleitung ca. [m] -
Abmessungen (LxBxH) [mm] 18,5 x 80,5 x 60,1
Versand-Gewicht [g] 70
Zusatzinformation -

Beschreibung

BRICK-H bietet alle Funktionen von BRICK-M, jedoch bei wesentlich höherer Ausgangsleistung. Folgende Betriebsarten sind mit BRICK-H möglich:

  • Spurweiten Z, N:
    Ansteuerung von bis zu 2 Blöcken (nur Analogbetrieb)
  • Alle Spuren:
    Ansteuerung von 1 Block analog oder digital (je nach Zug)
  • Alle Spuren:
    Ansteuerung von Zubehör-Decodern (k83, m83, k84, m84 und kompatible)
  • Derzeit unterstützte Digitalformate:
    MM (Versionen 1 und 2) und DCC.

BRICK-H eignet sich also auch

  • für analogen Wechselstrombetrieb,
  • für die Spurweiten 0, 1 und G sowie
  • für die Speisung des kompletten Hauptstromkreises (Gleisanlage) einer reinen Digitalanlage

Die in BRICK-H (und BRAIN) installierte Software leistet dabei folgendes:

  • Schneller Wechsel zwischen analogen und digitalen Ausgangssignalen.
  • Synchrone Ausgabe der Digitalsignale zwischen mehreren isolierten Blöcken (bei Mischbetrieb) zur Vermeidung von Kurzschlüssen.
  • Automatische Steuerung von Kehrschleifen und Gleisdreiecken für analogen und digitalen Fahrbetrieb (sofern der Zug vollständig in den jeweiligen Block passt).
  • Beschleunigungs- und Bremsvorgänge
    • analog in bis zu ca. 4.000 Stufen (intern),
    • digital je nach verwendetem Digital-Protokoll in bis zu 240 Fahrstufen (DCC).
  • Einstellung von bis zu 1.000 Fahrstufen im Analogbetrieb (durch Benutzer).
  • Überwachung der Gleise hinsichtlich neuen oder verlorenen (entgleisten oder weggenommenen) Zügen im analogen Betrieb und auf dem Aufsetzgleis von reinen Digitalanlagen.
  • Ermittlung der Digital-Adresse durch einfachen Tastendruck (bei gemischten Anlagen und auf einem Aufsetzgleis) sofern der verwendete Decoder dies unterstützt.
  • Alle relevanten Funktionen und Einstellungen sind durch Software konfigurierbar, es gibt keinerlei Schalter oder Regler auf den Bausteinen.
  • Keine Adresseinstellung nötig.
  • Steuert je nach Anwendungsfall mehrere Ausgangs-Kanäle (>10) mit geringer Leistung oder bis zu 3 Kanäle (gleichzeitig) mit höherer Leistung.
  • Per Software einstellbare Ausgangsspannung und Strombegrenzung.

Wie BRICK-L und BRICK-M unterstützt BRICK-H auch Ein- und Ausgänge für einfache Modellbahn-Artikel wie Kontakte oder Weichen etc.

Über einen Verteiler (BOX) können auch mehrere solcher Einzel-Artikel angeschlossen werden.

BRICK-H kann u.a. folgende Modellbahnartikel abfragen bzw. steuern:

  • Elektromagnetisch gesteuerte Weichen (Impuls)
  • Motorisch gesteuerte Weichen (Impuls oder Dauer) mit oder ohne Endabschaltung
  • Elektromagnetisch gesteuerte Formsignale (Impuls)
  • Lichtsignale mit bis zu 12 Leuchtdioden (je nach Ausführung) ohne Vorwiderstände
  • Lichtsignale mit bis zu 12 Leuchtdioden (je nach Ausführung) und Vorwiderständen
  • Lichtsignale mit Glühbirnen
  • Leuchten mit LED
  • Leuchten mit Glühbirnen
  • Kontakte
  • Kontaktgleise
  • Schaltgleise

Zur effektiven Ausnutzung dieser Möglichkeiten ist oft der Einsatz eines Verteilers (BOX) sinnvoll. Über eine BOX-12L können beispielsweise bis zu 12 Leuchten einzeln angesteuert werden. Der Einsatz von Verteilern zur Versorgung der Anlage mit Bahnstrom ist nicht möglich.

An BRICK-H können folgende ALAN-Produktgruppen eingesteckt und betrieben werden:

  • Plug&Play-Artikel
  • BRIDGEs (Adapter)
  • BOXes (Verteiler)

Welche Komponenten jeweils passen, zeigt das ALAN Farbsystem an. Welche Stecker-Farben aus den einzelnen Produktgruppen Sie an BRICK‑H einstecken können, zeigt das Farbetikett, das auch oben beim Produktbild gezeigt wird.

Technik

Der dauerhafte Ausgangsstrom des BRICK-H beträgt ca. 4,0 A. Kurzzeitig (bis max. 1 Minute) sind auch bis zu 5A möglich, in seltenen und sehr kurzen Spitzen (alle 30 Sekunden für <1s) auch bis zu 6A.

BRICK-H optimiert die Ausgangsleistung beim Schalten von Weichen eigenständig so, dass die bis zu 12 angeschlossenen Antriebe nur nacheinander gestellt werden. Mit BRICK-H sind auch motorische Weichenantriebe mit extrem hohem Strombedarf steuerbar.

Zur Ansteuerung von Leuchtdioden stehen mehrere einstellbare Stromquellen zur Verfügung, die bis zu ca. 300mA pro Kanal liefern können. Die jeweiligen Einstellungen werden dann beim Einstecken eines Endgeräts in BRICK oder BOX bequem an der Benutzeroberfläche (also per Software) vorgenommen.
Die Leistungsversorgung erfolgt über einen eigenen, per Software einstellbaren Spannungsregler hoher Effizienz sowie über eine per Software einstellbare Strombegrenzung (derzeit nur für interne Funktionen).

Die Ausgänge sind kurzschlussfest, gegen Überstrom und thermische Überlastung gesichert. Zudem sind selbstrückstellende Sicherungen eingebaut.

Die minimale Analogspannung beträgt ca. 8 Volt, die maximale analoge Ausgangsspannung ca. 22 Volt. Die reale Ausgangsspannung wird durch Konfiguration über die Benutzeroberfläche (Spurweite etc.) festgelegt.

Die minimale Schaltspannung beträgt bei Verwendung mit einem Verteiler (BOX) ca. 3 Volt, die maximale Schaltspannung ca. 16 Volt (konfigurierbar). Alle Ausgänge sind einheitlich strombegrenzt (konfigurierbar). Zusätzlich stehen die oben erwähnten Stromquellen zur Verfügung, die die Ansteuerung von Leuchtdioden ohne Vorwiderstände und Sperrdioden erlauben. Die Stromquellen können einzeln für Ströme zwischen ca. 2 und 300 mA konfiguriert werden.

Die Eingänge können digital oder analog betrieben werden, wobei die Betriebsart vom eingesteckten Modellbahnartikel bzw. der Software abhängig ist. Die Grenzwerte der Eingangsspannungen sind 24V AC oder 30V DC. Höhere Spannungen dürfen keinesfalls angelegt werden. Der Messbereich liegt zwischen ca. 0 und 24V. Potentialfreie Kontakte können direkt betrieben werden. Für potentialgebundene Kontakte (z.B. Kontaktgleise) ist eine BRIDGE-12L vorzuschalten.

Die Ausgänge können analog im Gleichstrombetrieb in den oben beschriebenen Grenzen automatisch auf eine maximale Spannung begrenzt werden (durch Systemeinstellungen oder abweichende Angaben über die Benutzeroberfläche). Bei Betriebsmodus zur Ausgabe analoger Gleichspannung (DC-Anlagen) wird innerhalb dieser Spannungsgrenzen bis zum zulässigen Maximalwert eine Regelung durch Pulsweitenmodulation (PWM) mit sehr hoher Frequenz (>20 kHz) vorgenommen. Die Steuerung sog. Faulhaber-Motoren ist dadurch i.A. möglich (das Verhalten ist jedoch im konkreten Fall zu überprüfen).

Ferner können auch Wechselstrom-Motoren betrieben werden. Zur Ansteuerung von empfindlichen Lok-Motoren ist eine BRIDGE-ACH erforderlich. In dieser Kombination wird ein tatsächliches Sinussignal hoher Güte generiert, das der früher üblichen Wellenform von Regeltransformatoren entspricht. Die Ausgangsfrequenz beträgt 50 Hz. Die Geschwindigkeit wird (wie mit Regeltransformatoren) durch Amplitudenmodulation gesteuert. BRICK-H ist (nur) in Verbindung mit BRIDGE-ACH auch in der Lage, den Umschaltimpuls für Wechselstrom-Lokomotiven (H0) ohne einen eingebauten Lok-Decoder zu generieren. Damit müssen auch diese Lokomotiven für eine moderne Steuerung nicht umgebaut werden (weder ein Decoder ist nötig, noch ein neuer Motor). Für eine automatische Belegt-Erkennung bietet die Software Kalibrierungsfunktionen an. Die Kalibrierung kann automatisch erfolgen aber auch manuell korrigiert werden.

Die Hardware besitzt mehrere Stromsensoren für Messungen in unterschiedlichen Betriebsbereichen. Die Hardware ist auch in der Lage, Fremdströme (z.B. für digitale Rückmeldungen von Lok-Decodern) auszuwerten.

Software

Nicht verfügbar.

Anschluss

Trennen Sie die ALAN-Steuerung bzw. die verwendete Grundplatte (BASE) von der Stromversorgung, bevor Sie einen BRICK einstecken!

Entfernen Sie dann ggf. die noch vorhandene hellgraue Gummi-Abdeckung vom gewünschten Steckplatz der Grundplatte. Bewahren Sie die Abdeckung auf, falls Sie den Steckplatz später nicht mehr benötigen.

Stecken Sie den BRICK, wie in der Abbildung gezeigt, in die Grundplatte. Positionieren Sie hierzu den BRICK über der Steckfassung leicht nach hinten bzw. zur Mitte der Grundplatte hin geneigt über der Steckfassung. Drücken Sie ihn dann mit leichter Drehung nach vorn soweit in die Steckfassung, bis er dort einrastet.

11302_BRICK_Montage2

Die BRICKs können auch auf einer unter der Modellbahnplatte montierten Grundplatte (BASE) nach unten hängend eingesteckt werden. Sie fallen nicht heraus, sofern die in die Buchse eingesteckten Kabel bzw. Adapter keinen Zug ausüben. Befestigen Sie die Kabel deshalb immer auch an der Modellbahnplatte, damit eine Zugentlastung gegeben ist.